Apotheke am Römer

Homöopathie & Schüßler-Salze

Alternativ- und Komplementärmedizin — beratend eingeordnet.

Um zu heilen und zu lindern, nutzten Menschen zu allen Zeiten die Kräfte der Natur. Traditionelle Heilsysteme wirken auf körperlicher, mentaler, sozialer und spiritueller Ebene — ganzheitlich. Auch die moderne Medizin akzeptiert diese Ansätze zunehmend, besonders bei chronischen und stressbedingten Beschwerden.

Was Sie bei uns finden

Unser Sortiment umfasst klassische Homöopathika der führenden deutschen Hersteller — Globuli, Tropfen, Tabletten und Salben. Was nicht vorrätig ist, bestellen wir tagesgleich.

  • Einzelmittel und Komplexmittel der DHU, Weleda, WALA, Heel und weitere
  • Schüßler-Salze in allen 27 Potenzen — Tabletten, Tropfen, Globuli
  • Bach-Blüten — Einzelessenzen und Eigenmischungen
  • Spagyrik (Pekana, Phönix, Soluna)
  • Anthroposophische Arzneimittel

Grundlagen der Homöopathie

Die Homöopathie geht auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843) zurück. Sie basiert auf der von Hahnemann formulierten Ähnlichkeitsregel (lat. similia similibus curentur — Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden): Ein Stoff, der bei einem Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, soll in homöopathischer Zubereitung beim Kranken mit denselben Symptomen lindernd wirken.

Die Ausgangssubstanzen — pflanzlich, mineralisch oder tierisch — werden in einem festgelegten Verfahren schrittweise verdünnt und verschüttelt (potenziert). Üblich sind D-Potenzen (1:10), C-Potenzen (1:100) und LM-/Q-Potenzen. Die Auswahl des passenden Mittels erfolgt über das individuelle Symptombild — nicht über die Diagnose allein.

Hinweis: Homöopathika sind Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes. Sie ersetzen weder die ärztliche Diagnose noch eine notwendige schulmedizinische Behandlung. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden suchen Sie bitte ärztlichen Rat.

Biochemie nach Schüßler

Diese auf den Arzt Wilhelm Schüßler (1821–1898) zurückgehende Behandlung entwickelte sich aus der Homöopathie, erlebt ihren eigentlichen Siegeszug aber erst in jüngster Zeit. Schüßler ging davon aus, dass Krankheiten dadurch entstünden, dass der Körper bei seinem Versuch, krankmachende Reize abzuwehren, Mineralstoffe verliere. Der Mangel an Mineralstoffen in den Zellen führe dazu, dass sich die verbleibenden Moleküle nicht mehr richtig bewegen können. Dem könne durch die Zufuhr von Mineralstoffen in homöopathischer Zubereitung abgeholfen werden, wobei jedes dieser Funktionsmittel bestimmte Organfunktionen beeinflussen soll.

Durchführung

Die Schüßler-Salze liegen in Tablettenform, als Tropfen und als Globuli vor. Dabei entsprechen jeweils 5 Globuli oder 5 Tropfen einer empfohlenen Tablette. Normalerweise werden 1–2 Tabletten 3–6 mal täglich eingenommen. Die Tabletten sollte man 30 Minuten vor dem Essen einzeln und langsam im Mund zergehen lassen. Bei starken Beschwerden wird eine Tablette alle fünf Minuten eingenommen bis Linderung eintritt, keinesfalls aber länger als einen Tag. Letztlich kann man auch mehrere Salze miteinander kombinieren, dann werden jedoch von jeder Tabletten-Sorte drei Stück pro Tag eingenommen. Die Kombination der Schüßler-Salze bleibt dem Anwender überlassen, in der Praxis gibt es ganz unterschiedliche Ansichten.

Die Schüßler-Salze bestehen aus homöopathisch potenzierten Mineralsalzen und kommen auch unter normalen Bedingungen im menschlichen Körper vor. Die wichtigsten Schüßler-Salze sind die zwölf Funktionsmittel, die von Dr. Schüßler beschrieben wurden. Seine Schüler entwickelten weitere fünfzehn Mineralsalze, die erst nach Schüßlers Zeit als Bestandteil des Körpers entdeckt wurden. Diese Salze werden Ergänzungssalze genannt. Zu diesen Salzen kamen noch weitere sieben Salze hinzu, die vom erfahrenen Schüßler-Behandler Joachim Broy beschrieben wurden.

Die zwölf Funktionsmittel

Die zwölf Funktionsmittel stellen die Basis der biochemischen Behandlung dar.

Nr. Name Anwendungsbereich
1 Calcium Fluoratum Bindegewebe, Haut, Gelenke
2 Calcium Phosphoricum Knochen und Zähne
3 Ferrum Phosphoricum Immunsystem
4 Kalium Chloratum Schleimhäute
5 Kalium Phosphoricum Nerven
6 Kalium Sulfuricum Stoffwechsel
7 Magnesium Phosphoricum Muskeln
8 Natrium Chloratum Flüssigkeitshaushalt
9 Natrium Phosphoricum Stoffwechsel
10 Natrium Sulfuricum Entschlackung
11 Silicea Bindegewebe, Haut, Haare
12 Calcium Sulfuricum Gelenke, Eiter

Die fünfzehn Ergänzungsmittel

Von den Anhängern der biochemischen Behandlung mit Schüßler-Salzen wurden im Laufe der Zeit weitere Mineralsalze entdeckt, die so genannten Ergänzungsmittel.

Nr. Name Anwendungsbereich
13 Kalium arsenicosum Haut, Lebenskraft
14 Kalium bromatum Nervensystem, Haut
15 Kalium jodatum Schilddrüse
16 Lithium chloratum Rheumatische Erkrankungen, Nerven
17 Manganum sulfuricum Eisenhaushalt
18 Calcium sulfuratum Lebenskraft, Körpergewicht
19 Cuprum arsenicosum Verdauungssystem, Nieren
20 Kalium-Aluminium sulfuricum Verdauungs-, Nervensystem
21 Zincum chloratum Stoffwechsel, Gebärmutter, Nerven
22 Calcium carbonicum Lebenskraft, Anti Aging
23 Natrium bicarbonicum Entschlackung, Übersäurung
24 Arsenum jodatum Haut, Allergien
25 Aurum chloratum natronatum Tagesrhythmus, Weibliche Fortpflanzungsorgane
26 Selenium Leber, Blutgefäße
27 Kalium bichromicum Blut, Zuckerstoffwechsel
Hinweis: Die genannten Anwendungs­bereiche beschreiben die traditionelle Zuordnung in der Lehre nach Wilhelm Schüßler. Sie stellen keine Heilversprechen dar.

So beraten wir Sie

  1. 1
    Symptombild besprechen Sie schildern Beschwerden, Begleitumstände und bisherige Behandlungen — gern auch vorab telefonisch.
  2. 2
    Medikation prüfen Wir schauen, was Sie sonst noch einnehmen, und schließen Wechselwirkungen mit Ihrer schulmedizinischen Therapie aus.
  3. 3
    Mittel auswählen Globuli, Tropfen, Tabletten, Schüßler-Salze oder Bach-Blüten — wir empfehlen die passende Form und Dosierung.
  4. 4
    Nachbetreuung Nach 1–2 Wochen schauen wir gemeinsam, wie es Ihnen geht, und passen die Empfehlung bei Bedarf an.

Häufige Fragen

Sind homöopathische Mittel rezeptpflichtig? +

Die meisten Globuli, Tropfen und Tabletten sind apotheken-, aber nicht rezeptpflichtig. Bei höheren Potenzen oder Hochpotenzen kann eine ärztliche oder heilpraktische Verordnung sinnvoll sein. Wir prüfen das gern für Sie.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? +

Homöopathika sind in der Regel nicht GKV-erstattungsfähig. Einige private Versicherungen und Zusatztarife erstatten sie ganz oder anteilig — wir helfen Ihnen bei der Quittung.

Wie nehme ich Schüßler-Salze richtig ein? +

Normalerweise werden 1–2 Tabletten 3–6 mal täglich eingenommen. Die Tabletten sollten 30 Minuten vor dem Essen einzeln und langsam im Mund zergehen. Bei starken Beschwerden eine Tablette alle fünf Minuten, keinesfalls länger als einen Tag. Bei Kombinationen mehrerer Salze von jeder Sorte drei Stück pro Tag.

Kann ich Homöopathie mit meiner schulmedizinischen Therapie kombinieren? +

In aller Regel ja — Homöopathie versteht sich als Komplementärmedizin, nicht als Ersatz. Trotzdem gilt: Bitte besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und bringen Sie uns Ihre Medikamentenliste mit, damit wir Wechselwirkungen ausschließen können.

Globuli, Tropfen oder Tabletten — was ist besser? +

Pharmakologisch sind die Darreichungsformen vergleichbar. 5 Globuli oder 5 Tropfen entsprechen einer Tablette. Die Wahl ist meist Geschmackssache — Kinder bevorzugen oft Globuli, Erwachsene Tropfen oder Tabletten.

Beratung zur Homöopathie?

Wir nehmen uns Zeit — ohne Termin. Schauen Sie vorbei, rufen Sie an oder schreiben Sie per WhatsApp. Bringen Sie gern Ihre Medikamentenliste mit, dann ordnen wir alles sauber ein.